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Jizerská 50 - SkiTour

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Zum Gedenken an die Peru-Expedition 1970

Die Geschichte des im Isergebirge stattfindenden Langlauf-Wettbewerbs über 50 km (tsch. Jizerská 50) reicht bis in das Jahr 1968 zurück. Damals fand der Wettbewerb zum ersten Mal statt, der jedoch noch als Trainingslauf diente, um Bergsteiger auf die neue Saison vorzubereiten. Als sich einige der Gründer dieses Wettbewerbs im Jahr 1970 entschieden, eine Bergsteiger-Expedition nach Peru zu unternehmen, konnte sie nicht ahnen, welches Schicksal sie erwartet. Unter einer Steinlawine am Nevado Huascarán verloren 14 Mitglieder ihr Leben, die einige Tage vorher bereits den Tod des fünfzehnten Mitglieds verarbeiten mussten. Seit damals trägt der Langlauf-Wettbewerb den Beinamen „Zum Gedenken an die Peru-Expedition 1970“. Diesen Bergsteigern zu gedenken, gehört seit damals zum festen Bestandteil der feierlichen Eröffnung des Langlauf-Wettbewerbs Jizerská 50.

HUASCARÁN: SCHRITT FÜR SCHRITT

Zeitachse der Tragödie, die den Charakter des Langlauf-Wettbewerbs im Isergebirge für immer veränderte:
Oktober 1969 – Richtungsänderung
In der damaligen Tschechoslowakei fand in diesem Monat der Kongress der Internationalen Bergsteiger-Föderation statt, bei dem sehr gute Kontakte zu den Vertretern aus Peru geknüpft wurden. Da das kommunistische Regime die ursprünglich geplante Alaska-Expedition abgelehnt hatte, bot sich nun eine alternative Variante an. Nachdem die Einladung aus Südamerika eingetroffen war, liefen im Jahr 1970 die Vorbereitungen für die Peru-Expedition auf Hochtouren.
1. Februar 1970 – Die letzte Teilnahme
Alle 15 Bergsteiger nahmen am dritten Jahrgang des Langlauf-Wettbewerbs Jizerská 50 teil. Ein paar Monate später kamen sie alle bei der Peru-Expedition ums Leben.
23. April 1970 – Unerwünscht
An Bord der Flugzeugs nach Südamerika fehlte der Bergsteiger aus der Stadt Liberec Jiří Bolech. Ihm wurde mitgeteilt, dass es nicht im Interesse der Republik liegt, dass er verreist.
18. Mai 1970 – Tod des Besten
Bei einem Aufstieg im leichten, zu Fuß zu bewältigenden Terrain rutschte Ivan Bortel, der beste Bergsteiger der Expedition, aus. Er stürzte dreißig Meter in die Tiefe und war auf der Stelle tot. Die anderen Teilnehmer zogen damals in Erwägung, die Expedition abzubrechen.
31. Mai 1970 – Der Tag der Katastrophe
Sonntagnachmittag. Die Uhr zeigte 15:23:31. Die Pazifikküste wurde von einem Erdbeben mit der Stärke von 7,9 auf der Richterskala erschüttert. Hierbei rollten mehrere Lawinen ins Tal, wobei eine kleinere Lawine am Nordhang alle 14 Bergsteiger unter den Eis- und Steinmassen begrub. Insgesamt starben an diesem Tag rund siebzigtausend Menschen in diesem Gebiet. Es handelte sich um die größte Naturkatastrophe in der Geschichte Südamerikas.
11. Juni 1970 – Die Hoffnung schwindet
Zwölf Tage lang hegten die Familien der Bergsteiger die Hoffnung, dass einer von ihnen doch noch überlebt haben könnte. Doch die traurige Gewissheit erhielten sie mit der Nachricht der chilenischen Rettungsexpedition vom 11. Juni, die bestätigte, „dass alle vierzehn Tschechoslowaken und der chilenische Bergsteiger Pedro Nuñez, der sich zum Zeitpunkt der Katastrophe im Basislager befand, der Naturkatastrophe zum Opfer fielen“. Der Klettersport in der damaligen Tschechoslowakei erhielt einen traurigen Rekord. Es handelte sich um die erste Bergsteiger-Expedition, von der niemand zurückgekehrt war.
31. Januar 1971 – Es wird weiter Ski gelaufen…
Der vierte Jahrgang des Langlauf-Wettbewerbs Jizerská 50 wurde zum Gedenken an die fünfzehn tschechoslowakischen Bergsteiger ausgetragen, von denen viele diesen Wettbewerb begründet hatten. Zum erstem Mal trug der Wettbewerb den Beinamen „Zum Gedenken an die Peru-Expedition 1970“. Ab dem vierten Jahrgang stiegen die Teilnehmerzahlen stetig an, wobei ein Jahr später auch Sportler aus anderen Ländern am Start begrüßt wurden. Bis heute blieb die Tradition, die beim vierten Jahrgang eingeführt wurde, erhalten. Damals haben die Teilnehmer auch zum ersten Mal ihre Startnummern als Andenken behalten.
Die Bergsteiger, die im Jahr 1970 bei der Expedition in den peruanischen Anden ums Leben kamen
Václav URBAN (35 Jahre)
Arnošt ČERNÍK (44 Jahre)
Jiří RASL (34 Jahre)
Milan NÁHLOVSKÝ (26 Jahre)
Valerián KAROUŠEK (41 Jahre)
Zdeněk NOVOTNÝ (32 Jahre)
Vilém HECKEL (52 Jahre)
Ladislav MEJSNAR (34 Jahre)
Jaroslav KRECBACH (24 Jahre)
Milan ČERNÝ (26 Jahre)
Svatopluk ULVR (32 Jahre)
Bohumil NEJEDLO (38 Jahre)
Miloš MATRAS (34 Jahre)
Jiří JECH (38 Jahre)
Ivan BORTEL (27 Jahre)

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