29.11.2019

Marek Tesař und seine Geschichte: Gefährliches weißes Pulver

Das Jahr 2006: mein erstes Engagement bei Jizerská 50. Petra, eine Freundin von mir, stellte mir den Finanzmanager Honza Klenor, einen Visionär, der viel Potential in diesem Wettkampf sah, und Martin Koucký vom Skiklub vor, der mich mit dem Marketing für dieses Event beauftragte.

Wir haben recht schnell eine Vereinbarung getroffen, da ihnen meine Vision gefallen hatte und ich wusste, dass es der perfekte Auftrag für unser Team war. Ich nahm sofort Kontakt zu unseren Partnern auf und überlegte, wie man aus Jizerská 50 das größte Skisport-Event machen kann, an dem die größten Langlaufstars teilnehmen sowie der Präsident mit den Ministern beiwohnen werden.

Bei „meinem“ ersten Jahrgang habe ich es geschafft, um eintausend Teilnehmer mehr an den Start zu bringen als im Vorjahr, was natürlich ein tolles Gefühl war.  Wenigstens konnten wir uns vor den hiesigen Einwohnern behaupten. Nicht, dass sie uns gebürtigen Pragern vertrauen würden, aber wir haben zumindest einen guten Eindruck hinterlassen.

Doch damals habe ich zum ersten Mal begriffen, dass das „Geschäft“ mit dem Skimarathon Jizerská 50 in erster Linie ein „Geschäft“ mit dem Wetter ist. Kein Schnee in Sicht und mir kam eine Woche vor dem Event die Idee, dass wir diesen Wettkampf, auf den wir uns ein Jahr lang vorbereitet hatten, wahrscheinlich als Lauf abhalten müssen. Und so kam es auch.

Am Tag des Wettkampfs trafen wir uns im Stadion in Bedřichov, und um unseren Vertragspflichten nachzukommen, haben wir auf einen gebrauchten Umschlag den Satz geschrieben: „Alle drei teilnehmenden Vertragsparteien vereinbaren hiermit, dass Jizerská 50 abgesagt wird.“ Da an diesem Tag im Stadion die Krokusse blühten, hatten wir keine andere Wahl.

Wir musste es als Probelauf auffassen. Und ich musste die Geschäftspartner, die ihr Geld in dieses Event investiert hatten, davon überzeugen, noch ein Jahr zu warten, um dann wieder glorreich in die Geschichte dieses Wettkampf einzusteigen.

Im Jahr 2008 hatte wir genug Schnee. Zusammen mit dem Tschechischen Fernsehen hatten wir die Idee, den Zuschauern etwas Neues zu bieten - Aufnahmen direkt von der Strecke. Das Signal von den Schneemobilen zu übertragen, die die Strecke mit einer Kamera bis tief in die Berge absolvieren würden. Das war damals bei dieser Art von Skimarathon eine ungewöhnliche Sache.

Bei einer fünf Kilometer langen Weltcup-Strecke ist es leicht, doch bei einem fünfzig Kilometer langen Skimarathon fast unmöglich. Das Tschechische Fernsehen kam mit einer anspruchsvollen Lösung. Es wurde uns empfohlen, einen Hubschrauber zu mieten und mit dessen Hilfe das Signal von den Schneemobilen bis in den Sender zu übertragen. Die Kosten? Eine Viertel Million Tschechische Kronen. Ein unglaublich hoher Betrag, doch für das Marketing ist Fernsehen das Um und Auf.  Gehen wir es an!

Am Samstag war beim Probelauf der Hubschrauber in ganz Bedřichov zu hören. Doch am Sonntag erhielten wir dann wenige Minute vor dem Start die schlechte Nachricht: Der Hubschrauber kann aufgrund des herrschenden Nebels nicht starten. Die ganze Investition war umsonst! Die Schneemobile mit Fernsehkameras sind umsonst los gefahren. Die Live-Übertragung fand schließlich nur aus dem Stadion statt.

Für die nächsten Jahrgänge haben wir ein Flugzeug gemietet, dass die Flughöhe von 10 000 m im Unterschied zum Hubschrauber bei jedem Wetter erreicht. In Kombination mit einem Hubschrauber und herrlichem Wetter ist uns in Zusammenarbeit mit dem Fernsehstab im Jahr 2013 eine Live-Übertragung mit lauter wunderschönen Aufnahmen gelungen.  Der Oberbürgermeister der Stadt Liberec Martin Půta sagte mir damals: „Das ist die schönsten Werbung für den gesamten Landkreis.“

Motiviert durch diesen Erfolg haben wir uns entschieden, für den nächsten Jahrgang eine besonders kreative Einladung zu gestalten. In die Briefumschläge mit den Einladungen an alle Teilnehmer haben wir Kunstschnee eingepackt mit dem Motto: „Was dich nicht umbringt, macht dich stärker.“ Wir waren der Überzeugung, dass es eine tolle Idee wäre. Und das war sie auch. Einen Tag nach dem Versand wurden wir von TV NOVA damit angerufen, dass die Feuerwehr landesweit mit Fällen von unbekanntem Pulver in den Briefumschlägen unserer Teilnehmer konfrontiert wäre. Sie erhielten einen Notruf nach dem anderen.

Damals wurde in den Medien viel über die Anthrax-Anschläge in den USA berichtet. An dieses Risiko haben wir nicht gedacht. Woran wir jedoch dachten, waren die Kosten für all die Einsätze der Feuerwehr. Und bei der Vorstellung, dass mich am nächsten Tag vielleicht auch ausländische Medien kontaktieren würden, bekam ich weiche Knie.

Zum Glück mussten wir letztendlich für nichts aufkommen, da es sich wirklich nur um üblichen Kunstschnee handelte. Außerdem war dies die beste Werbung für uns, da der Bericht darüber gleich zweimal in den Abendnachrichten des TV-Senders NOVA lief.

Doch die größte Herausforderung war der Jahrgang mit verkürzter Strecke. Zum Glück zeigte sich, dass auch eine vier Kilometer lange Rundstrecke, die zur Not errichtet wurde, auch viele schöne und positive Momente bringen kann.

Trotz des Wetters und der Anspannung des Organisationsteams unter der Leitung von Martin Koucký und der Jungs von PROGRES wurde der Wettkampf ausgetragen. Die Zuschauer bekamen alle paar Minuten die besten Läufer und Läuferinnen zu sehen, und die Teilnehmer dankten uns später, dass sie den Wettlauf und die Atmosphäre allen Erwartungen zum Trotz so richtig genossen hatten. Und darum geht es uns!

Alle diese Probleme haben uns zusammengeschweißt, und heute gehören die Prager von RAUL fest zum Team des Jizerská 50! Wir sind ein Team und der Skimarathon Jizerská 50 ist weiter am wachsen.

Von dreitausend auf siebentausend Teilnehmer und von drei Wochenend-Wettkämpfen auf sieben, bei welchen das Tschechische Fernsehen anwesend ist, das Jizerská 50 im Rahmen einer vierstündigen Live-Übertragung den Zuschauern bringt. Und das inklusive der Hobby-Sportler. Das nenne ich ein gutes Geschäft. Wenn alle zufrieden sind und wir bei RAUL Spaß an der Sache haben.

 

 

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